Arbeitspflicht für Flüchtlinge: Pohler wirbt für „Fordern und Fördern“

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Der Rat der Stadt Braun­schweig hat den CDU-Antrag zur Einfüh­rung einer Arbeits­pflicht für Flücht­linge mit deutli­cher Mehrheit abgelehnt. Die Debatte verlief emotional; SPD, Grüne, Die Fraktion.BS, BIBS und auch die AfD stimmten gegen den Vorstoß der Christ­de­mo­kraten.

CDU-OB-Kandidat Maximi­lian Pohler eröffnete die Ratsde­batte mit einer klaren Positio­nie­rung: „Gemein­wohl­ori­en­tierte Arbeit ist kein Zwang, sondern Teilhabe. Integra­tion heißt nicht nur fördern, sondern auch fordern.“ Hinter dem Antrag stand maßgeb­lich Pohler selbst. Ziel sei es gewesen, einen „positiven Beitrag für die Allge­mein­heit“ zu leisten und Integra­tion zu stärken. Bereits Ende November hatte Pohler betont: „Jeder muss sich betei­ligen, der hier Schutz bekommt.“

Nach Pohlers Darstel­lung sollte eine Arbeits­pflicht auch helfen, „Akzeptanz innerhalb der Bevöl­ke­rung zu erhöhen und Vorur­teile abzubauen“. Konkret nannte er Einsatz­felder wie die Pflege öffent­li­cher Grünan­lagen, Hilfe­leis­tungen in sozialen Einrich­tungen sowie Tätig­keiten in Vereinen oder bei karita­tiven Organi­sa­tionen. Dabei stellte Pohler klar: „Dabei ist sicher­zu­stellen, dass reguläre Arbeits­ver­hält­nisse nicht verdrängt und die Tätig­keiten klar zusätz­lich und gemein­wohl­ori­en­tiert ausge­staltet werden.“

Die CDU verwies zudem darauf, dass das Asylbe­wer­ber­leis­tungs­ge­setz eine solche Arbeits­pflicht grund­sätz­lich ermög­licht. In Braun­schweig sollte die Stadt­ver­wal­tung bis März 2026 ein entspre­chendes Konzept vorlegen – dazu kam es nach der Ablehnung jedoch nicht.

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