„An Sicherheit darf nicht gespart werden“: Pohler stellt Sechs-Punkte-Plan für Braunschweig vor

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Mit einem Sechs-Punkte-Plan zur inneren Sicher­heit will die CDU Braun­schweig das Sicher­heits­ge­fühl in der Stadt stärken. Initiator und zentraler Treiber ist CDU-Oberbür­ger­meis­ter­kan­didat Maximi­lian Pohler, der Sicher­heit als kommunale Kernauf­gabe versteht – nicht allein als Zustän­dig­keit der Polizei. Der Rat soll am 10. Februar über den Antrag entscheiden.

Pohler begründet den Vorstoß mit einer kriti­schen Bestands­auf­nahme: Braun­schweig sei zwar grund­sätz­lich eine sichere Großstadt, doch „dieser gute Ruf bekommt Risse“. Verschmut­zung, schlechte Beleuch­tung, Alkohol­ex­zesse und Gewalt­taten würden sowohl die tatsäch­liche Sicher­heit als auch das subjek­tive Sicher­heits­ge­fühl beein­träch­tigen. Für Pohler ist klar: „Wir müssen inves­tieren. Das gehört zur Wahrheit dazu. An Sicher­heit darf nicht gespart werden.“

Kernpunkt des CDU-Plans ist die Stärkung des Zentralen Ordnungs­dienstes (ZOD). Nach Pohlers Vorstel­lung soll der ZOD künftig robuster ausge­stattet werden und – nach zusätz­li­cher Ausbil­dung – auch mit „unmit­tel­barem Zwang“ handeln dürfen. Dazu zählen körper­liche Gewalt sowie Hilfs­mittel wie Fesseln oder Reizstoffe. Pohler sieht darin eine notwen­dige Konse­quenz, um Ordnungs­recht effektiv durch­setzen zu können.

Ein weiterer Schwer­punkt ist die Auswei­tung der Waffen­ver­bots­zone auf zentrale Innen­stadt­be­reiche wie Bohlweg, Schloss­platz, Anna-Amalia-Platz und den Platz am Ritter­brunnen. Pohler begründet dies klar: „Messer gehören nicht in die Stadt.“ Die bestehende Waffen­ver­bots­zone habe bereits Wirkung gezeigt, wie sich an beschlag­nahmten Waffen ablesen lasse.

Ergänzend schlägt die CDU den Einsatz privater Sicher­heits­dienste im ÖPNV an Wochen­end­abenden, regel­mä­ßige Sicher­heits­be­ge­hungen, Sicher­heits­kon­fe­renzen in den Stadt­be­zirken sowie eine wissen­schaft­lich fundierte Bürger­be­fra­gung vor. Pohler betont, dass Sicher­heit nicht nur eine Frage der Krimi­nal­sta­tistik sei, sondern auch von Sauber­keit, Beleuch­tung und dem Abbau von Angst­räumen abhänge.

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