83 Millionen Euro besser als erwartet – Pohler warnt vor Milliardenschulden

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Braun­schweigs Haushalt hat 2025 um 83 Millionen Euro besser abgeschnitten als prognos­ti­ziert. Oberbür­ger­meister Thorsten Kornblum führte dies unter anderem auf Kosten­de­ckel, einen „Netto-Nullstel­len­plan“, Haushalts­dis­zi­plin sowie zusätz­liche Mittel aus dem kommu­nalen Finanz­aus­gleich und geplante Sofort­hilfen zurück.
CDU-Oberbür­ger­meis­ter­kan­didat Maximi­lian Pohler bewertet die Lage deutlich kriti­scher. Er stellt klar: „Die Haushalts­lage der Stadt Braun­schweig verschlech­tert sich unter SPD-Führung seit 2014 immer weiter. In wenigen Jahren beläuft sich die Verschul­dung der Stadt Braun­schweig auf eine Milliarde Euro – die Rücklagen sind aufge­braucht.“ Nach seiner Einschät­zung werde die erste Aufgabe des neu gewählten Rates im September ein Haushalts­si­che­rungs­kon­zept sein – „das Erbe von zwölf Jahren SPD-Oberbür­ger­meis­tern“.

Auch die Darstel­lung der Einspa­rungen hinter­fragt Pohler. „Die vom Oberbür­ger­meister angespro­chene Konso­li­die­rung ist nicht ersicht­lich. Die von ihm bekannt­ge­ge­benen 83 Millionen Euro – eine Zahl, die dem Rat der Stadt bisher nicht mitge­teilt wurde – sind nicht das Ergebnis von Sparan­stren­gungen, sondern von falscher Planung der Finanz­ver­wal­tung.“

Grund­sätz­lich wirft Pohler der Ratsmehr­heit fehlende Priori­tä­ten­set­zung vor: „Alle nieder­säch­si­schen Kommunen haben Heraus­for­de­rungen bei den Finanzen, unter­scheiden aber zwischen notwen­digen Maßnahmen und Presti­ge­pro­jekten. Dies geschieht in Braun­schweig nachweis­lich nicht.“ Als Beispiele nennt er Ausgaben für „Presti­ge­pro­jekte wie Pocket Parks oder Velorouten“, während gleich­zeitig das Defizit des Städti­schen Klinikums bei rund 80 Millionen Euro jährlich liege und der Umbau auf das Zwei-Standorte-Konzept mehr als eine Milliarde Euro koste. Lediglich 300 Millionen Euro davon würden vom Land getragen.

Pohlers Fazit ist deutlich: Unter der aktuellen Führung drohe Braun­schweig perspek­ti­visch eine massive Verschul­dung – bis hin zu einer möglichen Aufsicht durch das Land.

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