Mit dem Start in den Wahlkampf hat CDU-Oberbürgermeisterkandidat Maximilian Pohler seine zentralen politischen Schwerpunkte für Braunschweig umrissen. Im Interview beschreibt er seine Vision für eine wirtschaftlich starke, sichere und finanziell handlungsfähige Stadt.
Kritisch blickt Pohler auf die aktuelle Entwicklung: „Es gibt viele Projekte, aber keinen erkennbaren Kurs. Genau das ist das Problem.“ Für ihn steht fest, dass Braunschweig klarer geführt werden müsse. Seine drei zentralen Themen sind Arbeitsplätze, Sicherheit und solide Finanzen.
Im Bereich Wirtschaft setzt Pohler auf neue Impulse für die Region. Ziel sei es, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen – etwa durch zusätzliche Gewerbegebiete und die gezielte Ansiedlung von Unternehmen. Besonders betont er Zukunftsbranchen wie Sicherheits- und Verteidigungstechnologien, Medizintechnik sowie Hightech-Forschung. Gleichzeitig fordert er stärkere Investitionen in Innovation und Risikokapital, um die Region langfristig wettbewerbsfähig zu halten.
Auch bei den Stadtfinanzen sieht Pohler dringenden Handlungsbedarf. Neben strukturellen Problemen bei der Finanzierung der Kommunen erkennt er vor allem ein Prioritätenproblem: „Wir haben nicht nur ein Einnahmenproblem, sondern auch ein Prioritätenproblem.“ Ausgaben wie Velorouten oder einzelne Förderprojekte stellt er zur Diskussion und kündigt an, sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen sowie Verwaltungsstrukturen effizienter zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die innere Sicherheit. Pohler sieht in Teilen der Stadt konkrete Herausforderungen: „In Teilen schon. Es gibt Orte, an denen sich Menschen und vor allem Frauen nicht wohlfühlen.“ Für ihn gehören Sauberkeit, Ordnung und eine sichtbare Präsenz von Sicherheitskräften zu den Grundlagen einer lebenswerten Stadt.
Darüber hinaus fordert Pohler eine stärkere Fokussierung auf die kommunale Aufgabe des Oberbürgermeisters. Er kündigt an, sich im Amt vollständig auf Braunschweig zu konzentrieren und keine zusätzlichen politischen Funktionen wahrzunehmen. Sein Anspruch: weniger Inszenierung, mehr Umsetzung. „Ich brauche kein Denkmal. Ich will, dass Braunschweig wieder funktioniert.“
