Haus der Musik beschlossen: Pohler stimmt zu – aus Verantwortung für die Innenstadt

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Der Rat der Stadt Braun­schweig hat mit der Mehrheit von SPD und CDU dem Konzept für ein Haus der Musik im ehema­ligen Karstadt-Einrich­tungs­haus zugestimmt. Damit kann die Stadt­ver­wal­tung die Planungen für eine gemein­same Stiftung mit dem Unter­nehmen New Yorker weiter­ver­folgen, das 60 Millionen Euro beisteuern will. Vorge­sehen sind die Städti­sche Musik­schule, ein Konzert­saal mit rund 1200 Plätzen sowie weitere öffent­liche Angebote.

CDU-OB-Kandidat Maximi­lian Pohler machte in der Debatte deutlich, dass ein Haus der Musik mit Konzert­saal ursprüng­lich nicht die bevor­zugte Lösung seiner Fraktion gewesen sei. Ein reines Musik­schul­ge­bäude habe die CDU zunächst vorge­zogen. Gleich­wohl erklärte Pohler den Kurswechsel seiner Fraktion mit Blick auf die Innen­stadt­ent­wick­lung: „Wir wollen Verant­wor­tung zeigen und Mut, und so das Thema Innen­stadt­be­le­bung mit dem Thema Musik­schule zusam­men­binden.“

Pohler verwies darauf, dass sich Wirtschafts­ver­bände, Dehoga und Innen­stadt­ak­teure klar für den Standort im ehema­ligen Karstadt-Gebäude ausge­spro­chen hätten. Den Konzert­saal bezeich­nete er zwar nicht als zwingend notwendig, stellte aber klar, dass ohne ihn das Projekt insgesamt nicht reali­sierbar sei. Deshalb stimme die CDU dem Konzept nun zu – „aus Pflicht­ge­fühl gegenüber der Stadt“. Positiv bewertete Pohler zudem, dass Kosten reduziert worden seien und der sogenannte Dritte Ort aus dem Konzept heraus­falle: „Der Dritte Ort entfällt, und das ist gut so.“

Mit der Zustim­mung der CDU trägt Pohler den Kompro­miss mit, Leerstände in der Innen­stadt zu füllen und die Musik­schule dauerhaft im Zentrum zu verankern – auch wenn dies Abstriche an den ursprüng­li­chen Vorstel­lungen seiner Partei bedeutet.

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