„Schaden von Braunschweig abwenden“: Pohler fordert Krisengipfel für das Klinikum

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Angesichts der finan­zi­ellen und struk­tu­rellen Heraus­for­de­rungen am Städti­schen Klinikum Braun­schweig fordert CDU-Oberbür­ger­meis­ter­kan­didat Maximi­lian Pohler ein entschlos­senes Krisen­ma­nage­ment. Er verlangt einen kurzfris­tigen Krisen­gipfel sowie ein Sofort­pro­gramm, um die medizi­ni­sche Versor­gung in der Region zu sichern.

Pohler betont: „Es gilt, Schaden von Braun­schweig und den Menschen im Braun­schweiger Land bei der medizi­ni­schen Versor­gung abzuwenden. Ich vermisse engagiertes Krisen­ma­nage­ment.“ Hinter­grund sind neben der angespannten Haushalts­lage des Klinikums insbe­son­dere Unsicher­heiten rund um die sogenannte 2‑Kilo­meter-Regel im Zuge der Bundes-Kranken­haus­re­form.

Die beiden Klinik­stand­orte an der Salzdah­lumer Straße und an der Celler Straße liegen rund sieben Kilometer ausein­ander. Nach dem neuen Bundes­ge­setz müssten an beiden Stand­orten unter bestimmten Voraus­set­zungen eigene Großge­räte und entspre­chende medizi­ni­sche Struk­turen vorge­halten werden. Eine beantragte Ausnah­me­ge­neh­mi­gung war zunächst nicht erfolg­reich.

Pohler sieht hier die Stadt­spitze in der Verant­wor­tung: „Offenbar tauchen jetzt kurz vor der Ratifi­zie­rung des Bundes-Gesetzes Ungereimt­heiten auf, die die in Aussicht gestellte Ausnah­me­re­ge­lung der 2‑Kilo­meter-Regel in Braun­schweig gefährden. Das hätte der Oberbür­ger­meister unbedingt ausschließen müssen.“ Er verweist darauf, dass der OB wieder­holt betone, die Inter­essen Braun­schweigs in Berlin und Hannover gut zu vertreten.

Neben der Geset­zes­frage spricht Pohler auch die wirtschaft­liche Situation des Klinikums an, das mit Inves­ti­tionen von rund einer Milliarde Euro umgebaut wird und seit 2024 hohe jährliche Defizite verzeichnet. Er fordert von Oberbür­ger­meister Kornblum einen klaren Plan, um den „Bedro­hungen des hiesigen Maximal­ver­sor­gers entschieden begegnen zu können“.

Konkret verlangt Pohler einen Krisen­gipfel mit „allen relevanten Kräften“ in Braun­schweig sowie ein stärkeres Eintreten gegenüber dem Land für eine „annähernde Gleich­be­hand­lung mit den Unikli­niken Hannover und Göttingen“, die umfang­reiche Landes­för­de­rungen erhalten.

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