Arbeitspflicht für Flüchtlinge: Pohler wirbt für „Fordern und Fördern“

Der Rat der Stadt Braun­schweig hat den CDU-Antrag zur Einfüh­rung einer Arbeits­pflicht für Flücht­linge mit deutli­cher Mehrheit abgelehnt. Die Debatte verlief emotional; SPD, Grüne, Die Fraktion.BS, BIBS und auch die AfD stimmten gegen den Vorstoß der Christ­de­mo­kraten. CDU-OB-Kandidat Maximi­lian Pohler eröffnete die Ratsde­batte mit einer klaren Positio­nie­rung: „Gemein­wohl­ori­en­tierte Arbeit ist kein Zwang, sondern Teilhabe. Integra­tion heißt nicht nur fördern, sondern auch fordern.“ Hinter dem Antrag stand maßgeb­lich Pohler selbst. Ziel sei es gewesen, einen „positiven Beitrag für die Allge­mein­heit“ zu leisten und Integra­tion zu stärken. Bereits Ende November hatte Pohler betont: „Jeder muss sich betei­ligen, der hier Schutz bekommt.“ Nach Pohlers Darstel­lung sollte eine Arbeits­pflicht auch helfen, „Akzeptanz innerhalb der Bevöl­ke­rung zu erhöhen und Vorur­teile abzubauen“. Konkret nannte er Einsatz­felder wie die Pflege öffent­li­cher Grünan­lagen, Hilfe­leis­tungen in sozialen Einrich­tungen sowie Tätig­keiten in Vereinen oder bei karita­tiven Organi­sa­tionen. Dabei stellte Pohler klar: „Dabei ist sicher­zu­stellen, dass reguläre Arbeits­ver­hält­nisse nicht verdrängt und die Tätig­keiten klar zusätz­lich und gemein­wohl­ori­en­tiert ausge­staltet werden.“ Die CDU verwies zudem darauf, dass das Asylbe­wer­ber­leis­tungs­ge­setz eine solche Arbeits­pflicht grund­sätz­lich ermög­licht. In Braun­schweig sollte die Stadt­ver­wal­tung bis März 2026 ein entspre­chendes Konzept vorlegen – dazu kam es nach der Ablehnung jedoch nicht. Zum Artikel

Kostenexplosion beim Klinikum Braunschweig: Pohler fordert Konsequenzen und Aufklärung

Die Umbau­kosten des Städti­schen Klinikums Braun­schweig überschreiten erstmals die Milli­ar­den­marke. Statt der bislang angenom­menen 803,3 Millionen Euro geht die Klinik­füh­rung nun von Gesamt­kosten in Höhe von 1,0057 Milli­arden Euro aus – ein Plus von rund 202 Millionen Euro bzw. 25,2 Prozent. Die deutliche Kosten­stei­ge­rung belastet den städti­schen Haushalt massiv, zumal das Klinikum zusätz­lich hohe jährliche Defizite im laufenden Betrieb verur­sacht. CDU-Ratsherr und OB-Kandidat Maximi­lian Pohler reagiert scharf auf die neuen Zahlen. Er erklärte, seine Partei fühle sich „veräppelt“, da die Stadt­ver­wal­tung noch vor einem halben Jahr auf Nachfrage der CDU-Fraktion weiterhin von Umbau­kosten in Höhe von 803 Millionen Euro gespro­chen habe. Pohler fragt: „Woher kommt nun dieser exorbi­tant hohe Anstieg?“ Darüber hinaus stellt Pohler grund­sätz­liche Verant­wor­tungs­fragen. Er hält es für unzurei­chend, allein den schei­denden Klinik-Chef auszu­tau­schen, und sagt: „Es reicht nicht aus, nur den Klinik-Chef auszu­wech­seln.“ Entschei­dend seien auch Verant­wort­lich­keiten in den nachge­ord­neten Führungs­ebenen. Für Pohler ist klar: „Goepfert hatte keine Kontrolle mehr.“ Vor diesem Hinter­grund bringt er auch mögliche Regress­for­de­rungen ins Spiel und fragt, wer – neben dem bishe­rigen Klinik­chef – die Verant­wor­tung trage. Zudem fordert er ein stärkeres Eingreifen der Stadt­spitze: „Wann erklärt Oberbür­ger­meister Thorsten Kornblum das Klinikum endlich zur Chefsache?“ Zum Artikel